Die Zauberlaterne – Filme zum Mitwachsen

Bei der Zauberlaterne werden Kinder als ein sehr anspruchsvolles Publikum betrachtet: kritisch und gleichwohl immer wieder begeisterungsfähig. Die Kinder – durch die Lektüre der Klubzeitschrift, die Moderation und die Animation bestens auf den Film vorbereitet – sind durchaus in der Lage, auch anspruchsvolle Filme zu verstehen und zu geniessen wie z.B. den französischen Animationsfilm «Der Vogel und der König» (1979) von Paul Grimault, den japanischen Stummfilm «Ich wurde geboren, aber…» (1932) von Yasujiro Ozu oder den südkoreanischen Spielfilm «Way Home – Jibeuro» (2002) Jeong-hyang Lee. Die Abwesenheit der Eltern, erlaubt es ihnen, vollkommen unbefangen auf den Film zu reagieren.

Die Zauberlaterne fördert die Vorstellungskraft und Kreativität der Kinder und animiert sie auch, diese etwa im Rahmen von Schulveranstaltungen mit eigenen Filmprojekten in die Tat umzusetzen.

Eine Lebenserfahrung

Bei der Zauberlaterne erleben die Kinder die grossen Emotionen des Kinos, welche zugleich die des Lebens sind. Im gleichen Rahmen können sie sich untereinander austauschen. Von diesen Emotionen ausgehend werden sie schliesslich ermutigt, sich nach und nach davon loszulösen und einen anspruchsvollen und kritischen Blick auf die sie alltäglich umgebenden Bilder zu entwickeln.

Die Zauberlaterne stellt eine einzigartige soziale Erfahrung dar. Ihre Mitglieder erleben die Vorstellung mit zahlreichen anderen gleichaltrigen Kindern. Sie müssen dabei lernen, ihre Kameraden zu respektieren sowie sich in der Gruppe und vor allem ohne Eltern zurechtzufinden.
Die von den Kindern selbst vor jeder Vorstellung wiederholten Verhaltensregeln der Zauberlaterne werden dadurch nach und nach verinnerlicht. So entwickeln die jungen Mitglieder im Laufe der Zeit eine beachtliche Selbstdisziplin.

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